Werkzeug für Heimwerker – was es zu beachten gilt

Immer wieder liegen sie im Briefkasten: Werbeblätter mit Supersonderangeboten, ganze Werkzeugkoffer mit Hunderten Teilen Inhalt, oder Schraubendrehersets für einen Euro. Kann man hier sorglos zugreifen und sich über ein Schnäppchen freuen?

Ihre Arbeitsgrundlage 

Werkzeug – sei es ein Schraubendreher, eine Tischkreissäge oder ein Akkuschrauber – ist das wichtigste Arbeitsmittel für den Heimwerker. Wenn ein Werkzeug seine Aufgabe schlecht erledigt, oder gar bei der Verwendung kaputtgeht, macht das Heimwerken keinen Spaß und kann extrem gefährlich werden. Stellen Sie sich mal vor, beim Schlagbohren würde der Bohrmeißel aus dem Futter ausbrechen und mit Tausenden Umdrehungen an Ihnen vorbeifliegen: Hoffen Sie, dass er vorbeifliegt, und Sie oder Ihre Helfer nicht trifft. Oder denken Sie an die Gefahr bei einer Tischkreissäge, bei der das Material versagt.

Billig ist billig, preiswert etwas anderes

Ein Set aus fünf Schraubendrehern für einen Euro – ein tolles Angebot! Aber wie soll hier Qualität produziert werden? Qualitativ hochwertiger Werkzeugstahl kostet allein schon mehr als das, und muss noch bearbeitet werden. Gehen Sie also davon aus, dass bei solchen und ähnlichen Supergünstig-Angeboten mindestens an der Qualität, und meistens auch bei der Herstellung gespart wird. Solcher Billigstahl ist spröde, nicht ausreichend gehärtet, manchmal ist noch nicht einmal der gegossene Kunststoffgriff entgratet – wie Sie schnell feststellen werden. Und ein Schraubendreher, den Sie nicht gerne in die Hand nehmen, ist keinen Euro wert. Der landet ganz unten in der Kiste, oder gleich im Müll – wer billig kauft, kauft zweimal.

Werkzeug, mit dem man gerne arbeitet

Suchen Sie sich also Werkzeug nach folgenden Kriterien aus: Liegt es gut in der Hand? Sind die Griffe rutschfest, auch wenn Schweiß oder Staub Ihre Hände rutschig machen? Ist das Werkzeuggewicht gut austariert? Sind Einzelteile bombenfest miteinander verbunden? Alle Gußteile ordentlich entgratet? Und bei Elektrowerkzeugen: Schauen Sie nach Prüfsiegeln, aber auch nach anderen Details: Ist die Verbindung des Kabels mit dem Werkzeug gegen Abknicken (und damit Durchscheuern) gesichert? Gibt es bei freistehenden oder freihändig bedienbaren Werkzeugen (z.B. Bohrständer, Tischkreissäge) einen Not-Aus-Knopf, und ist dieser gut erreichbar und sichtbar? Ist die Bedienungsanleitung auf Deutsch vorhanden und für Sie persönlich verständlich? Gibt der Hersteller weitgehende Garantien auf seine Produktqualität?

Markenwerkzeug vs. No-Name-Werkzeug

Sie werden schnell merken, dass sich bei der Suche nach den oben genannten Details schnell die Spreu vom Weizen trennt. Und das bedeutet bei Werkzeugen häufig, dass (teurere) Markenprodukte besser verarbeitet und durchdacht sind und insgesamt eine wesentlich höhere Qualität und damit auch Lebensdauer mitbringen. Auch wenn Sie erst einmal vor der Investition zurückschrecken: Rechnen Sie sich mal aus, was Sie sparen können, wenn Sie eben nicht jedes Jahr einen neuen Schraubendreher kaufen müssen, weil sich beim alten der Griff schon auflöst, oder einen neuen Akkuschrauber, weil die alten Akkus nicht mehr lange durchhalten. Führen Sie sich noch mal das oben genannte Beispiel vom fliegenden Bohrmeißel vor Augen und Sie werden sicherlich gerne etwas mehr für ein Produkt ausgeben, bei dem so etwas nicht passiert. Außerdem gibt es auch bei Markenwerkzeug immer wieder gute Angebote. Und seit es das Internet gibt, haben Sie die Möglichkeit, bequem online nach solchen Angeboten zu suchen und zuhause ganz in Ruhe zu begutachten. Werkzeug diverser Markenhersteller habe ich gesehen bei conrad.de – dort erhalten Sie auch sachkundige Beratung und guten Service. So macht Werkzeugkauf auch im Internet gute Laune!